Überforderung - Hilfe!!

1. Tag Praktikum: so viele neue Eindrücke und Situationen. Festgestellt, das ich mit der Praktikumsmappe echt ranklotzen muss das ich die pünktlich abgeben kann. Wollte eigentlich jetzt was machen aber was solls, morgen ist auch noch ein Tag. Ein ganz besonderer Tag um genau zu sein. Mehr dazu morgen. Jetzt mal zu meinem eigentlichen Text.

Was ist Überforderung eigentlich? Überfordere ich ein 4-Jähriges Kind wenn ich es bitte ein Puzzle zu machen, was sein 3-jähriger Bruder am liebsten den ganzen Tag machen würde? Oder wenn ich einen 17-Jährigen alleine mit Einkaufszettel und Geld zum Einkaufen schicke? Ist das dann Überforderung? Oder nur eine größere Herausforderung? Bin ich möglicherweise gar nicht überfordert sondern wird nur das verlangt von dem man weiß das ich es leisten kann? Wo beginnt eigentlich Überforderung? Und wo Unterforderung? Ich habe über dieses Thema noch nie soviel nachgedacht wie jetzt. Warum? Ich arbeite jetzt zum ersten Mal außerhalb meiner Familie mit beeinträchtigten Menschen. Mir war von Anfang an klar, das dies nie ein mögliches Berufsfeld für mich ist, es ist schön und ich bin von netten Menschen umgeben aber mein ganzes Leben lang? Unter keinen Umständen. Es gibt Menschen, die können das einfach besser wie ich. Menschen die besser damit zurechtkommen, wenn ein Mensch nicht mehr in der Lage ist alleine zur Toilette zu gehen oder sich zu waschen. Eigentlich ganz banale Dinge, die sie nicht mehr selber verrichten können. Beginnt da dann Überforderung bei alleine ein Bild malen? Ich weiß es nicht, vielleicht werde ich es in den nächsten 4 Wochen in dieser Einrichtung herausfinden, vielleicht wird es mir auch von Zeit zu Zeit besser gefallen und vielleicht wird mir der Abschied auch schwerfallen und es werden keine paar Tage vergehen bis ich wieder dort vor der Tür stehen werde. Werden wir sehen. Bis dahin, nicht soviel denken und immer dran denken, Stitch hat euch lieb! ❤

Wenn ich erwachsen bin, mach ich alles anders.

Diesen Satz kennen wir aus der Kinderriegel-Werbung. Und irgendwie hat er für mich eine wahre Bedeutung. Ich habe mir ganz fest vorgenommen meine Kinder anders zu erziehen, wie meine Eltern mich erzogen haben. Ich liebe meine Eltern über alles, aber in einigen Dingen schränken sie mich zu sehr ein, wollen nicht einsehen das ihr kleines Mädchen erwachsen wird. Ich weiß, loslassen fällt schwer und zwar immer und zu jeder Zeit, egal in welcher Situation. Aber es muss sein. Kinder werden geboren, wachsen und wachsen bis man schließlich einen Teenager vor sich hat. Und aus dem Teenager wird schließlich ein Erwachsener der eigene Entscheidungen treffen muss, eigene Fehler ausbaden muss. Aber das gehört einfach dazu. Als ich gestern Abend noch ferngesehen hab, entdeckte ich die Serie "Teens allein zu Haus" auf tlc. Wem das Format nicht bekannt ist: Eltern lassen ihre Kinder für 4 Tage alleine zu Hause. Kühlschrank und Vorratsschränke werden komplett geleert und die Teens sind 4 Tage auf sich alleine gestellt. Dabei werden sie rund um die Uhr von ihren Eltern durch Kameras beobachtet. Man merkt schnell, Teens die im Haushalt keinen Finger krumm machen und sprichwörtlich von ihren Eltern alles in den Arsch geschoben bekommen, machen Party oder lernen den Haushalt zu schmeißen. Die die den Haushalt schmeißen merken das man nicht immer auf Mami zählen kann wenn mal gestaubsaugt werden muss oder die Wäsche sich häuft. Ich werde, wenn ich einmal Kinder hab, ihnen die Dinge wie Wäsche waschen, kochen oder staubsaugen früh genug beibringen, um sie zur Selbstständigkeit zu erziehen. Sie sollen lernen ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Dabei werde ich ihnen immer zur Seite stehen und sie unterstützen. Als ich gestern mit Nicole darüber geredet hab, sagte sie mir einen Satz der mich sehr berührte und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird: Alina, Du wirst eine tolle Mum werden. Und ja Nicole das hoffe ich auch.

Ihr hört von mir, eure Stitch ❤

Stitch am nachdenken.

Jessie J - Price tag. altes Lied, alte Erinnerungen. Jessie J singt davon das jeder seinen Preis hat, wir alle käuflich sind. Doch sind wir das wirklich? Kommt es im Leben nur noch auf Geld, Erfolg und Karriere um jeden Preis an? Leben wir in einer Gesellschaft, die nur noch Augen für die materiellen Dinge hat? Zählen Emotionen überhaupt noch? Lasst uns alle zusammen aufstehen! Lasst uns beweisen, dass es anders geht. B.o.b. macht es vor: "Behalte das Preisschild Und nimm das Geld zurück Gib mir nur sechs Saiten und einen Verstärker" Alles endet, aber nie die Musik. Musik verbindet, Musik regt zum nachdenken an. Schon im Kindergarten singt man mit den Kindern Liedern. "Ich hab Hände sogar zwei und auch Haare mehr als drei, ich hab einen runden Bauch und 'ne Nase hab ich auch. Ich hab links und rechts ein Bein und mein Herz ist nicht aus Stein." Die Kinder lieben Lieder, egal wie krumm und schief man singt, sobald Musik im Spiel ist fliegen einem die Herzen zu. Später in der Schule hat man Musik sogar als Fach, mal interessant, mal langweilig wie dem auch sei. Die Musik die wir gerne hören, hören wir immer wenn wir Lust drauf haben. Wie sagt man so schön, Kopfhörer rein, Musik an, Welt aus. Und genau das werde ich jetzt machen. Bis bald, eure Stitch.